Copy & Paste Orgie – Marke: „Gravenreuth“

17 09 2007

Die Qualität von Beiträgen der kommerziellen News-Anbieter und Magazine nimmt seit geraumer Zeit ab. So liest man immer häufiger selbst bei Spiegel Online,  u.ä. renomierten Anbietern, automatisch eingepflegte Agenturmeldungen – häufig voller Rechtschreibfehler und selten auf früherem Niveau.

Besonders auffällig auch die schlechte Angewohnheit, wenn ein Anbieter beim anderen klaut. Das geklaute Material wird – mehr schlecht als recht – umgeschrieben und anschließend ohne Quellenhinweis veröffentlicht. So auch wieder im „Fall Gravenreuth“.

Copy & Paste Orgie - Marke: “Gravenreuth”

„IT-Kreisen“, „IT-Kreise“, „IT-Welt“ + leicht umgestellter Kontext – wie schade das die Welten und Universen in den Gedanken und Zwischenablagen der Online-Redaktionen derzeit zu klein sind, um das Handwerk des Journalismus anständig auszuüben. An dieser Stelle ist tatsächlich einmal eine (Ab)Mahnung angebracht.

Liebe Verlagshäuser – die Internetblase ist schon anno 98/99 geplatzt. Weder eure Vertriebler, noch die Anzeigenverkäufer brauchen schon wieder einen neuen Dienstwagen – EURE REDAKTION BRAUCHT EIN BUDGET! Kein angemessenes Budget = scheiss Nachrichten – so wie wir es „hier draussen“ an den Bildschirmen seit einigen Jahren immer deutlicher wahrnehmen. Es wird euch auch mitgeteilt! Vielleicht solltet ihr einmal eure Kommentare, Blogs und E-Leserbriefe zur Kenntnis nehmen – mit Sicherheit erhaltet ihr doch mittlerweile mehr Zuschriften, die sich über die bei allen Abietern wiederkehrenden – schlechten – dpa/ap/af-Meldungen aufregen, als ihr Zuspruch für euren Inhalt erfahrt.

Zeit, die persönliche Dividende runterzufahren und den Mitarbeitern mal wieder Mittel zur Arbeit zukommen zu lassen!

 





Dorfkramer ./. Gravenreuth – Antrag auf Berufsverbot

14 09 2007

Herr Dr. Stefan Engelsberger aka Dorfkramer hat gestern, am 13.09.2007, einen Antrag auf Berufsverbot des Günther Frh. von Gravenreuth bei der Rechtsanwaltskammer München gestellt. Bravo und danke, Dorfkramer!

http://dorfkramer.blogspot.com/2007/09/antrag-auf-berufsverbot-gegen.html

Antrag auf Berufsverbot Gravenreuth 1 Antrag auf Berufsverbot Gravenreuth 2

In gespannter Erwartung sehe ich der Antwort seitens der Kammer entgegen, die wir sicher ebenfalls im Blog von Dorfkramer nachlesen können werden.





Gravenreuths Arbeit

14 09 2007

Die SZ hat das gravenreuthsche Schaffen in einer kleinen Bilder-/Foto-Strecke doku- und kommentiert. Nett gemachte Zusammenfassung, schaut mal rein:

http://www.sueddeutsche.de/computer/bildstrecke/925/132683/p0/?img=0.0

Schade allerdings, dass es im Zusammenhang mit Gravenreuths Verurteilung zu einer Haftstrafe immer noch keine neuerlichen Äusserungen seinerseits gibt. Vermutlich bereitet er all die Abmahnungen und Strafanzeigen vor, die er – angesichts all der Jubel- und Hass-Tiraden, die nach Bekanntwerden des Urteils im Internet und anderswo veröffentlicht wurden – dann nach seinem 6monatigen Kur-Aufenthalt in einer deutschen JVA zur Mehrung seines Reichtums verschicken wird ^^

Ich kann das Amtsgericht Berlin-Tiergarten nur noch einmal zu dem Urteil beglückwünschen. Leider hat die Anwaltskammer noch nichts über den eigentlich angebrachten Entzug der Zulassung Gravenreuths verlautbaren lassen – aber das kommt ja hoffentlich noch.





Prost! Ein Bier für „Günni“ Gravenreuth…

12 09 2007

Ein „Prosit“ auf das Amtsgericht Berlin-Tiergarten und G. Gravenreuth! :) Wer dies liest, ist herzlich zum mitmachen und weiterverbreiten eingeladen. Macht ein „Prost“- oder „Bier“-Foto für „Günni“ – lasst uns auf sein Wohl trinken. ;)

Uploadet eure Fotos in eure Blogs, auf Flickr, Photobucket, Picasa bei Google – oder wohin auch immer, lasst uns ihn wissen – wir werden ihn nicht vermissen ^^

Prost “Günni” Gravenreuth!

#Mehr zum Thema:

Dorfkramer ./. Gravenreuth – Antrag auf Berufsverbot

Gravenreuths Arbeit

Community bejubelt Gravenreuth-Urteil

Hasta la vista, Gravenreuth

http://www.heise.de/newsticker/meldung/95843

http://www.taz.de/index.php?id=medien-artikel&art=4521

http://www.dcrs.de/n/Verliert-Abmahner-Gravenreuth-die-Zulassung-/0000932.html





Community bejubelt Gravenreuth-Urteil!

12 09 2007

Große (berechtigte) Freude „allen Ortes“. Selten war die Freude über ein Urteil im Zusammenhang mit der Person des Günter Frhr. v. Gravenreuth so groß wie heute – selten wird man Gravenreuth je wieder so viele Postings widmen.

#Update: Im Forum von Heise.de wurde gegen 12.30 am 13.09.2007 mittlerweile die 10.000-Postings-Grenze überschritten.

Den Rest des Beitrags lesen »





Das Biest in meinem Blog…

12 09 2007

Als ich den Eintrag zu Gravenreuths Verurteilung zu einer Haftstrafe geschrieben habe, passierte etwas ziemlich merkwürdiges. Ich war dabei, einen Link zu einer anderen Seite in den Text einzufügen. Der einzufügende Link befand sich in der Zwischenablage, mit einem rechten Mouseclick rief ich das „Paste“ Kommando auf, um anschließend mit einem Linksclick in das nächste Eingabefeld der Maske zu wechseln. Daraufhin passierte… das:

 

Gravenreuth. Das Biest?! (click to enlarge)

 

Ohne mein Zutun – ich habe nicht eine einzige Taste berührt – erschien „666“ (The number of the beast ^^) im Eingabefeld „Titel“. Als Agnostiker, der vermutlich eines Tages auf irgendeinem Scheiterhaufen enden wird, beeindruckt mich das zwar nicht – aber merkwürdig-belustigend ist es schon :)





Hasta la vista, Gravenreuth!

11 09 2007

„Die Allgemeinheit muss vor Ihnen geschützt werden.“ – so endete gestern, am 10.09.2007, die Verhandlung vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten gegen eines der ältesten Feindbilder der Computer- und Internet-Szene, Günter Frhr. v. Gravenreuth.

TAZ: Wegen versuchten Betruges zum Nachteil der taz wurde Gravenreuth zu sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann hatte die taz im Mai letzten Jahres abgemahnt, weil er angeblich unbestellt eine Bestätigungs-E-Mail für den taz-Newsletter erhalten hatte. Die taz hielt das „double-opt-in“-Verfahren für zulässig (dem Besteller wird eine Bestätigungs-E-Mail geschickt, den Newsletter erhält er fortan nur dann, wenn er die E-Mail zurücksendet: das Verfahren wird auch von Behörden, Ministerien, ja sogar von Gerichten verwendet).

Das Landgericht Berlin erwirkte indes auf Antrag Gravenreuths eine einstweilige Verfügung gegen die taz. Zugunsten von Gravenreuth wurde ein zu erstattender Betrag von 663,71 Euro festgesetzt, den die taz am 30. Juni 2006 zahlte.

[…]

Gleichwohl pfändete Gravenreuth am 13. Juli 2006 die Domain der taz (www.taz.de) und behauptete, auf den Kostenfestsetzungsbeschluss noch keine Zahlung erhalten zu habe.

Gravenreuth hatte sich schon in Zeiten des C64 u.a. dadurch hervorgetan, Kleinanzeigen in Computer- und anderen Magazinen zu schalten (und auf entsprechende Anzeigen zu antworten), in denen er, unter dem Pseudonym eines 15jährigen Mädchens, „Warez“ (Kopien lizensierter Software; „Raubkopien“) zum An/Verkauf oder Tausch anbot. Meldeten sich auf diese Offerten hin unbedarfte Interessenten, so wurden diese unter Androhung massiver Kosten und angeblich drohenden Freiheits- oder anderen Strafen eingeschüchtert und zur Abgabe von Unterlassungserklärungen – sowie zur Zahlung teils horrender Gebühren – aufgefordert und zu guter Letzt mit einer Strafanzeige bedacht.

Gravenreuth leitete damals die Unart des unverhältnismässigen Abmahnens ein – einer Unart, von der sich heutzutage nicht wenige Anwälte fast ausschliesslich „ernähren“. (Jüngstes Beispiel: Die Abmahnung gegen Akademie.de wegen Verwendung des Begriffs „GEZ-Gebühren“ u.a.)

Im Verlauf seiner weiteren Karriere wurde dieser „Rechtspfleger“, der seinem Berufsstand kaum zur Ehre gereicht, noch öfter auffällig. In einem Verfahren wegen Veruntreuung von Mandantengeldern bescheinigten Gericht und Staatsanwaltschaft ihm seine „äußerst herablassende Art, seine völlige Uneinsichtigkeit und sein fehlendes Unrechtsbewußtsein„. Diese Einschätzung traf wohl zu, wurde er im Jahr 2000 doch erneut verurteilt. Dieses Mal wegen Urkundenfälschung in 60 Fällen.

Endlich bleibt der Anwaltskammer wohl keine andere Möglichkeit mehr, als ihrem „ehrenwerten“ Mitglied die Zulassung zu entziehen – das wird aber auch verdammt nochmal Zeit!

 

 








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